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Foto: (Die Presse am Bahnhof) Klaus Dreverhoff. Ibbenbüren
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Pressearchiv im Stadtmuseum Ibbenbüren :: Pressespiegel - Januar - Juni 2019  


Hutmode:Mal zweckmäßig, mal elegant - Stadtjournal Ausgabe 63 - März 2019
Mannschaft hat viele Pläne - Annette Bucken führt Museumsverein - IVZ 16.03.2019
Rosenapotheke Ledermonopol, Koks und Haarwässerchen - Stadtjournal Ibbenbüren,
Archiv des Stadtmuseums steht Forschenden zur Verfügung - IVZ vom 30.01.2019
Ein Anker für das Stadtmuseum - IVZ vom 28. Januar 2019

Pressespiegel Grafik

Pressearchiv im Stadtmuseum Ibbenbüren :: Pressespiegel - Januar - Juni 2019




Stadtjournal Ibbenbüren, 2019 - Ausgabe 63- 8. Jahrgang
- März 2019
Stadtjournal - AS-Multimedia Buch- und Zeitschriftenverlag

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Hutmode : Mal zweckmäßig, mal elegant
Die Mode des Jahres 1900 stand im Zeichen der Pariser Weltausstellung.
Vor hundert Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass eine Dame ohne Stock und Hut aus dem Haus ging.Als endlich die Zeit des Korsetts und der engen Einschnürungen vorbei war, „befreite“ sich Frau von dem schmalen Taillenschnitt. Lockerer ging ´s daher, blusig und etwas kürzer. Vor allem aber sollte es farbig sein. Die Zeit der Jahrhundertwende war Aufbruchzeit. Man hatte Geld und man wollte es zeigen. Eine ordentliche Portion Extravaganz und ein klein wenig Bizarres konnten auch nicht schaden

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An der Großen Straße 10 hatte vpr ca. 100 Jahren
Elly Uhrmacher eine Putzmacherei.
 

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Die modebewussten Damen in der Stadt, auch in Ibbenbüren, wollten Aufsehen erregen und fantastisch aussehen. So ländlich war es in Ibbenbüren dann auch wieder nicht. Modisch waren leichte Straßenkleider in grün und lila, dazu passende italienische Hüte aus Stroh, an einer Seite aufgeschlagen, in zartgelb mit pastellfarbigen Rosetten. Auch „Helgoländer Häubchen“, Stoffhüte und Matrosenmützen waren angesagt.

Auf dem Land trug man eher grau, dunkelblau gestreift und praktisch. Die meisten Kleidungsstücke, auch Kopfbedeckungen wie Tücher und Hauben wurden selbst genäht. Die Haube diente hauptsächlich dazu, das Haar aus dem Weg zu halten und es vor Schmutz zu schützen, z. B. bei Arbeiten am Feuer oder auf dem Feld In den Jahren von 1900 bis zum 2. Weltkrieg waren Hüte ein modisches Muss für „die feine Dame“. Immer mehr Varianten kamen auf den Modemarkt, Schleier, Stoffblumen und Bänder waren nicht mehr wegzudenken.

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Ungefähr zehn Modistinnen hatten in Ibbenbüren genug Arbeit, alle Kundinnen mit Hüten, Kappen, Mützen und allerlei Drumherum zu versorgen. Natürlich hatten auch Herren und Kinder modische Kopfbedeckungen, die sonn- und feiertags getragen wurden. Bis in die 1950er Jahre betrieben viele Modewarenhändler, Putzmacherinnen, Hutmacherinnen und Handarbeiterinnen Geschäft in Ibbenbüren. Sie fertigten unter anderem gigantische Wagenräder, üppig mit Bändern und Blüten dekoriert. Ja sogar mit Federn und ganzen Vogelnestern wurden ein-zigartige Kreationen aufgeputzt. So waren an der Großen Straße gleich drei Putzmacherinnen mit Gehilfen und Lehrmädchen ansässig.
Agnes Stricker hatte ein Geschäft im Hause Pölking, Elly Uhrmacher, später Frieda Reimann und Emma Kramer entwarfen Modelle etwas weiter unten an der Straße. Ilse Henneböhle und Moritz Drees hatten am Oberen Markt ihre Läden und Werkstätten. Adelheid Balsmeier bei C&A Brüggen, Johanna Glasa war an der Münsterstraße 10, heute Spielhouse, Haus Schütte.In den 1950er Jahren lockerte sich die Form der Etikette nicht nur, sondern der Hut verschwand fast vollständig in der Versenkung.

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Bis in die heutige Zeit hat sich in Sachen Hutmode nicht viel getan. Man trägt einen Hut oder auch nicht. Alles ist machbar, wie so vieles in der Bekleidung. Modern ist, was gefällt. Wer heutzutage eine Kopfbedeckung trägt, orientiert sich oft an den vergangenen Jahrzehnten. Auch Baseballkappen sind modisch, genau wie Häkel- oder Strickmützen. (pd)

Im Mittelalter trugen anständige, verheiratete Frauen Hauben, unverheiratete durften ihr Haupt unbedeckt lassen. Die Redensart „unter die Haube kommen“ leitet sich daher ab.

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Quelle: Stadtjournal Ibbenbüren, 2019 - Ausgabe 63 - 8. Jahrgang - März 2019


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2019
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IVZ vom 16. März 2019
Mannschaft hat viele Pläne - Annette Bucken führt Museumsverein - Von Holger Luck
Ibbenbürener Volkszeitung

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Annette Bucken führt Museumsverein

Von Holger Luck
IBBENBÜREN. Gute Seele, Strippenzieherin und Motor im Stadtmuseum Ibbenbüren ist sie schon lange. Seit Donnerstag führt Annette Bucken auch den Träger- und Förderverein. Während der Jahreshauptversammlung im Haus Herold wurde sie zur Nachfolgerin von Jürgen Povel gewählt. Der hatte sich nicht zur Wiederwahl gestellt.

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Bildunterschrift: Der erweiterte Vorstand des Fördervereins Stadtmuseum Ibbenbüren um die neue Vorsitzende Annette Bucken. Foto: Holger Luck

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Jürgen Povel
Annette und Jürgen Bucken sind immer da, wenn es im Museum etwas zu tun oder zu organisieren gibt - manchmal glaube ich, die wohnen hier inzwischen“, meinte
Joachim Michels augenzwinkernd. Er leitete die Wahl und schlug Annette Bucken
für das Amt vor, weil sie sich schon lange „außerordentlich hingebungsvoll“ um die
Belange des Museums kümmere. Das sahen die 17 versammelten Fördervereins-
mitglieder genauso und wählten Bucken zur neuen Vorsitzenden.
<<< Foto: Holger Luck
<<< Bildunterschrift: Jürgen Povel ist nicht mehr Vorsitzender, bleibt aber im Vorstand.
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Jürgen Povel verabschiedete sich als Vorsitzender, aber nicht aus dem Vorstand. Dort will er weiter als Beisitzer Impulse geben. In Povels Rückblick auf seine fast zehnjährige Amtszeit wurde deutlich, was sich in dieser Zeit im Haus Herold alles getan hat. Dauerausstellungen (Fünfzigerjahre, Raum der Stadtgeschichte) wurden etabliert, Schriften veröffentlicht, außerdem etliche Sonderausstellungen organisiert. Unter dem Label „Altes Bild – neues Bild“ gab es spannende Fotoabende, letzte Woche bereits zum 115. Mal.

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Inzwischen ist im Untergeschoss ein Archiv eingerichtet, ein Lifter sorgt für barrierefreien Zugang und die immer beliebter werdenden Trauungen (72 waren es 2018) sind zum „wichtigen finanziellen Standbein“ (Povel) geworden. .
Nach allem, was geleistet wurde, werden die Museumsaktiven auch künftig nicht die Hände in den Schoß legen. Das machen die anstehenden Projekte deutlich, die die frischgebackene Vorsitzende im Anschluss vorstellte. Höchste Priorität hat die Dachsanierung, um die sich - auch in finanzieller Hinsicht – die Stadt kümmern wird.

Der Förderverein kann sich ganz auf die Umsetzung seiner Ideen und Pläne konzentrieren: So soll die Fünfzigerjahre-Ausstellung bald ein Spielzimmer mit zeitgenössischem Spielzeug erhalten und die Glas-Ausstellung ihren neuen Platz im Untergeschoss finden. Im bisherigen Raum dieser Ausstellung gebe es Hinweise, dass dort einst ein Badesalon existiert habe. Der soll als weitere Attraktion des Museums wiederhergestellt werden, so Bucken.

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Im Arbeitskreis Stadtentwicklung stehen als nächste Forschungsprojekte Ibbenbürener Wasserläufe und die Bedeutung des Jahres 1724 für die Stadtwerdung auf dem Plan.
Josef Bröker, der die aufschlussreichen Rentmeister-Rechnungen auswertet, versprach eine weitere Publikation. Zu den erst 1678 einsetzenden Kirchenbüchern schließen die seit 1555 vorliegenden Dokumente in genealogischer Hinsicht eine bedeutende Lücke.
Für den ebenfalls im Stadtmuseum angesiedelten Lenkungskreis Stolpersteine kündigte Gernold Mudrack eine größere Verlegungsaktion von zwölf Steinen (Standort: Postraße 10) an. Eventuell kommen zwei Steine für politisch Verfolgte und einer stellvertretend für alle Ibbenbürener Euthanasieopfer hinzu. An einem entsprechenden Stein für Zwangsarbeiter der Zeche sei man dran, es gestalte sich aber schwierig, Namen zu ermitteln, so Mudrak. Bisher wurden 41 Stolpersteine in Ibbenbüren verlegt.

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»Manchmal glaube ich, die wohnen hier inzwischen.« Joachim Michels augenzwinkernd über das Ehepaar Bucken

Quelle: IVZ vom 16. März 2019


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2019
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Stadtjournal Ibbenbüren, 2019 - Ausgabe 62- 8. Jahrgang
- Februar 2019
Stadtjournal - AS-Multimedia Buch- und Zeitschriftenverlag

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Rosenapotheke, Ledermonopol, Koks und Haarwässerchen
Das alte Haus des Friseurmeisters Mager

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Bis 1815 bestand ein Ledermonopol für Ferdinand Jörgens im Haus an der Poststraße 5, heute Rosenapotheke Unterer Markt 5. Es wurde höchstpersönlich vom Kaiser der Franzosen, Napoleon dem Ersten auf dem Höhepunkt seiner Macht verliehen. Die Verleihung wurde der Öffentlichkeit in großen goldenen Buchstaben auf 1,80 m hohen, grünen Tafeln bekannt gegeben.

Rosenapotheke
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Bildunterschrift: Ca. 1925, Blick in die Poststraße, links ist das Haus von Ferdinand Hoffschulte - Haushaltswaren, jetzt Feldmann. In diesem Gebäude war von 1816 bis 1821 das Landratsamt. Rechts erkennt man die heutige Rosenapotheke. Damals Friseur Mager links und rechts Zahnarzt Mager.

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Später hingen sie im Ibbenbürener Heimatmuseum. Im 2. Weltkrieg zerstörte eine Bombe das gesamte Museum mit Inventar. So sind auch die grünen Tafeln verloren gegangen. Nach dem Krieg hatte hier am Unteren Markt Frisörmeister Fritz Mager seinen Damensalon. Von 1945 bis 1948 ging Käthe Mahner, geborene Ebeling dort in die Lehre. Sie erzählte, dass links im Haus der Friseurladen war und an der rechten Seite der Sohn eine Zahnarztpraxis hatte. Die Töchter Henni und Toni arbeiteten als Frisörinnen im Laden. In der oberen Etage hatte die Familie ihre Wohnung.
Vorne im Laden waren Haarpflegemittel und Wässerchen, Kämme und Bürsten, Lockenwickler, Brennscheren, Haarnetze und vieles mehr in Tresen und Vitrinen ausgestellt. Käthe Mahner erinnerte sich, dass die Damen früher ihr Shampoo und Handtuch selbst mitgebrachten oder manchmal auch Koks zum Heizen des Dielenofens. Ansonsten wurden die Haare mit Seifenflocken gewaschen, echtes Shampoo war teuer. Damals verdiente eine Friseuse 25.- DM im Monat.

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Bildunterschrift:
In der Teutoburger-Land-Halle fand im Jahre 1952 ein Pokalfrisieren statt. Die beiden Freundinnen Martha Böcker, geb. Kneemeyer und die Friseuse Käthe Mahner, geb. Ebeling belegten den zweiten Platz.

 Pokalfrisieren
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Eine Heiß-Welle war in den Jahren vor dem Krieg richtig modern. Dazu wurde das Haar auf hohle Blechwickler gedreht, die alle miteinander mit dünnen kurzen Schläuchen verbunden waren. Dann goss die Friseuse mittels Einfüllstutzen kochend heißes Wasser in den ersten Wickler, das Wasser verteilte sich in alle Hohlräume und wehe, wenn ein kleines Schläuchlein porös oder nicht richtig aufgesteckt war... Dann lief der Kundin heißes Wasser über den Kopf. Das Ganze musste ungefähr 45 Minuten wirken. Viele Damen hatten kein Vertrauen in den „modernen Kram“.
In vier Kabinen mit Vorhang wurden die Kundinnen bedient und das Neueste erzählt. Eine offene Kabine war direkt neben dem Schaufenster. Erst im zweiten Lehrjahr mussten die Friseurlehrlinge zur Berufsschule, die war in der oberen Etage des Feuerwehrhauses am Neumarkt. Natürlich wurde nach dem Unterricht der Laden geputzt.

Käthe Mahner erzählte, dass die verstorbene Frau des „Dentisten“ (so ließ er sich nennen) im hinteren Teil des Friseurladens aufgebahrt war. Das war durchaus üblich, die Friedhofskapelle, in der die Angehörigen Abschied nehmen, hat es damals noch nicht gegeben. (pd)

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"" 1800 - etwa, Haus erbaut
1807 - Ferdinand Jörgens, Ledermonopol bis 1815
1825 - Witwe Ferdinand Jörgens
1842 - Heinrich Jörgens, Kaufmann
1905 - Fritz Mager, Barbier
1930 - Wilhelm Mager, Dentist
1952 - Fritz, Henny u. Toni Mager,
1958 - Dr. H. Schlieper, Zahnarzt im Erdgeschoss rechts
1961 - Apotheker Werner Dohms, Rosenapotheke
1974 - Apotheker Karl Lothar Koch
1985 - Dr. Horst Kulinna im OG (bis 2012), Einbau Aufzug
2015 - Guido Herting Hauseigentümer
2017 - Apotheker Johannes Seling
2018 - Dr. Dieter Windmann im Obergeschoss
Rosenapotheke
Ledermonopol,
Koks und
Haarwässerchen


Das alte Haus des Friseurmeisters Mager
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Quelle: Stadtjournal Ibbenbüren, 2019 - Ausgabe 62 - 8. Jahrgang - Februar 2019
  Link zum Thema: www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/ibbenbueren_gestern_heute_unterer_markt.htm


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2019
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IVZ vom 30. Januar 2019 - Holger Luck
Archiv des Stadtmuseums steht Forschenden zur Verfügung - Behaglich und informativ
Ibbenbürener Volkszeitung

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Im Keller des Ibbenbürener Stadtmuseums steht Heimatforschern, Studenten und sonstigen stadtgeschichtlich Interessierten jetzt ein ergiebiges Archiv für ihre Forschungen zur Verfügung.

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-hl-IBBENBÜREN.
In der kleinen stadtgeschichtlichen Schatzkammer lagern manche Raritäten, wie wir auf einem Rundgang durch die beiden Kellerräume erfuhren.

Bildunterschrift: Annette Bucken und Werner Suer vom Stadtmuseum freuen sich über die Möglichkeiten des neuen Archivs im Untergeschoss.

Fotos IVZ - Holger Luck

Archiv des Stadtmuseums
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Kellerräume? Die Bezeichnung findet Annette Bucken vom Förderverein Stadtmuseum gar nicht gut. „Das klingt irgendwie so nach dunkel, kalt und feucht“, meint sie. Und all das trifft auf die beiden Archivräume überhaupt nicht zu: Hier ist es freundlich, trocken und warm, die Heizung läuft, und die über 100 Jahre alten, hohen Sandsteinwände sorgen nicht nur für eine besondere Archiv-Atmosphäre, sondern auch für viel Behaglichkeit. Also noch mal: Im gemütlichen und toll hergerichteten Untergeschoss des alten Hauses Herold findet sich jetzt das Archiv des Stadtmuseums. Und es zieht nicht nur wegen der Behaglichkeit eine Menge Menschen an. „Fast täglich wird hier gearbeitet“, sagt Bucken. Kein Wunder: Wer sich für die Vergangenheit von Ibbenbüren und Umgebung interessiert, dem stehen hier unzählige, bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende kreichende Originaldokumente zur Verfügung.
Urkunden und Hofakten, Bücher und alte Karten, Vereinsunterlagen, Schulakten und Privatdokumente - Alles registriert, mit Namen und Nummern versehen, ordentlich in Schubladen oder Regalen verstaut, und digital erfasst. Am Computer kann gezielt nach Namen, Jahreszahlen oder Schlagworten gesucht werden. „Jetzt ist alles such- und vor allem findbar“, freut sich Bucken. Ein Grund zur Freude ist es aber nicht nur für sie und den Förderverein, sondern für alle, die mit den Archivalien arbeiten wollen. Überwiegend sind das Studenten, die sich meist für Zeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus interessieren, aber auch Stadt- und Ahnenforscher kommen. Und natürlich nutzen die Aktiven des Stadtmuseums ihr Archiv selbst, arbeiten die Stadtgeschichte auf und transkribieren alte Dokumente, was wiederum externen Nutzern die Forschungsarbeit erleichtert.

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„Wer sich für die Vergangenheit von Ibbenbüren und drum rum interessiert, kommt am Archiv unseres Stadtmuseums nicht vorbei“, meint Annette Bucken selbstbewusst und betont, dass der Zugriff auf die Archivalien ohne großen bürokratischen Aufwand gewährt wird: „Nach der Antragstellung, kann es ein paar Tage später direkt losgehen.“

Bildunterschrift Ein Schatz im Archiv des Stadtmuseums: Die Lebensbeschreibung des Postillons Diederich Topp aus dem Jahr 1853.

Archiv des Stadtmuseums
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Wer übrigens meint, dass so ein Archiv nur verstaubte Akten und sonstigen drögen Verwaltungskram beherbergt, der befindet sich auf dem Holzweg. Im Stadtmuseums-Archiv haben sich zwischen die vielen erwartbaren, eher nüchtern-informativen Schriftstücke ein paar richtig spannende Raritäten gemogelt. Da sind zum Beispiel die Fahnen und Schützenketten aufgelöster Ibbenbürener Schützenvereine. Oder der originale, in einem gebrauchten Quittungsbuch aufgeschriebene Lebensbericht von Diederich Topp, der vor über 200 Jahren als Postillon nach Ibbenbüren kam und dessen Erlebnisse sich wie ein Abenteuerroman lesen. Der dickste Brocken im Archiv ist ein mehrere Kilo schweres Buch mit Portraits von Schülern der ehemaligen Rektoratsschule, das diese 1898 für ihren scheidenden Rektor Franz Schumann angefertigt hatten.

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Wer nun meint, für das Stadtmuseum gebe es nach dem Kraftakt der Archivorganisation erstmal keine weiteren Pläne, der kennt den Tatendrang des Fördervereins schlecht: Schon bald wird die Glasausstellung mit Exponaten aus beiden Ibbenbürener Glashütten einen würdigen neuen Platz im Untergeschoss finden. Und mit Aquarellen des Ibbenbürener Künstlers Jürgen Schulte soll schon im Frühjahr eine weitere Sonderausstellung eröffnet werden. Holger Luck

Bildunterschrift Ein imposanter Wälzer ist das Buch mit Portraits von Schülerinnen und Schülern der ehemaligen Rektoratschule aus dem Jahr 1898.

Archiv des Stadtmuseums
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Quelle: IVZ vom 30. Januar 2019


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2019
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IVZ vom 28. Januar 2019 - Holger Luck
Ein Anker für das Stadtmuseum - Wappen lagerte jahrelang im Keller der VR-Bank
Ibbenbürener Volkszeitung

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Ein besonderes Exponat übergab jetzt Hubert Overesch im Namen der VR-Bank Kreis Steinfurt als
Dauerleihgabe an das Stadtmuseum Ibbenbüren.

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-hl-IBBENBÜREN. Ein besonderes Exponat übergab jetzt Hubert Overesch im Namen der VR-Bank Kreis Steinfurt als Dauerleihgabe an das Stadtmuseum Ibbenbüren. Das ebenso schicke wie gewichtige, auf Sandstein gearbeitete Stadtwappen (gelber Anker auf blauem Grund) war auf Umwegen in die Hauptstelle der damaligen Volksbank Ibbenbüren gelangt und schmückte dort vor vielen Jahrzehnten den Schalterraum
Bildunterschrift :: Die Aktiven des Fördervereins Stadtmuseum Ibbenbüren um den Vorsitzenden Jürgen Povel (3.v.l.) freuten sich über den „Anker“, den Hubert Overesch (2.v.r.) im Namen der VR-Bank Kreis Steinfurt dem Museum überreichte.

Ein Anker für das Stadtmuseum
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Noch früher war der Anker im Giebel des alten Amtshauses an der Großen Straße 22 angebracht, das unter anderem die Geschäftsstelle des Arbeitsamtes Rheine beherbergte. In den 1960er Jahren wich dieses Gebäude dem Neubau des Textilgeschäfts Bitter, an dessen Stelle sich heute die H&M-Filiale befindet.

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Beim Abbruch des Hauses wurde das Stadtemblem seinerzeit fachmännisch ausgebaut und blieb so für die Nachwelt erhalten. „Im Stadtmuseum ist unser Anker am besten aufgehoben“, meinte Hubert Overesch und wirkte nicht unglücklich, den schweren Brocken los zu sein. Lange Jahre habe der ein eher unwürdiges Dasein im Keller des Bankhauses gefristet und sei erst bei Aufräumarbeiten überhaupt wieder zum Vorschein gekommen.

Der Förderverein des Stadtmuseums um den Vorsitzenden Jürgen Povel freute sich sehr über die neue Attraktion und hatte bereits sehr konkrete Pläne, wie das gute Stück künftig im Untergeschoss des Museums präsentiert werden soll. Holger Luck

Bildunterschrift :: Einst zierte der Anker das Amtshaus Große Straße.

Anker im Giebel des alten Amtshauses
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Quelle: IVZ vom 28. Januar 2019


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2019
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© Foto Seite oben: (Die Presse am Bahnhof/Weberei Többen 1956) Klaus Dreverhoff. Ibbenbüren
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© Förderverein Stadtmuseum Ibbenbüren e. V.
Breite Straße 9 - 49477 Ibbenbüren
Stadtmuseum Ibbenbüren
Aktualisiert/Update 03.04.2019
www.stadtmuseum-ibbenbueren.de
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