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Stadtmuseum: Die schmucke Tür gibt es seit 1892
Serie „Türen im Tecklenburger Land“
Ibbenbürener Volkszeitung

Bei einer Entdeckungsreise durch die Städte und Dörfer des Tecklenburger Landes fallen an öffentlichen Gebäuden und Privathäusern besonders schöne Eingangstüren oder Hoftore auf. Einige davon beleuchten wir in unserer neuen Reihe „Türen im Tecklenburger Land“. Heute: Die Tür zum heutigen Stadtmuseum zeugt vom einstigen Reichtum des wohlhabenden Bürgertums um 1900 - Von Brigitte Striehn
An der Breiten Straße, einem eleganten Villenviertel in Bahnhofsnähe, erbaute im Jahr 1892 der Bauunternehmer Julius Hövel für seinen Vater Bernhard ein repräsentatives Backsteingebäude mit Sandsteinelementen, das auch im Inneren den Reichtum des wohlhabenden Bürgertums der Jahrhundertwende zur Schau stellte.


Die Tür des heutigen Stadtmuseums stammt noch aus der Entstehungszeit, weiß Jürgen Bucken, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Stadtmuseum. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt in Münster wurden im Jahr 2011 Farbschichtuntersuchungen durchgeführt. Hierbei hatte sich herausgestellt, dass „Mittelbraun“ dem Originalzustand wohl am nächsten käme.
Genauso sieht die Tür nach einigen Farbwechseln jetzt wieder aus. Das Gitter wurde wahrscheinlich in der Eisengießerei Primavesi in Gravenhorst hergestellt. Auch die Schiebetür zum Salon funktioniere nach 130 Jahren noch einwandfrei, so Bucken.

Die schmucke Tür gibt es seit 1892
 

 
Bildunterschrift; Annette Bucken, die Vorsitzende des Fördervereins, freut sich über viele Besucher im Stadtmuseum an der Breiten Straße. | Foto: Brigitte Striehn
 

Als 1904 auf dem Nachbargrundstück die Sparkasse neu gebaut wurde, verschwand der unverstellte Blick auf den attraktiven zweiflügligen Eingang. 1912 zog Johann Bernhard Martin Többen mit seiner Familie in das Haus. Bestimmt gaben sich zahlreiche Geschäftsleute die reich verzierte Klinke in die Hand, vermuten die Museumsleute. Der erfolgreiche Textilhändler war der Cousin des Besitzers der Weberei an der Wilhelmstraße. Viele Bürger sind zudem bis 1962 durch die Tür und den Windfang gegangen, um zur Arztpraxis von Dr. Helmut Gerhardt zu gelangen.

Bedingt durch die Lage zur „Wetterseite“ bekam die Pforte öfters einen Neuanstrich, mal hellgrau, mal dunkelgrün. Zum Schutz vor Regen, Hagel und Sturm oder um ungebetene Gäste fernzuhalten, hatte man einen hölzernen Rollladen eingebaut. Der Hausherr sorgte des Abends dafür, dass die Tür „unsichtbar“ gemacht wurde, erklärte Annette Bucken, die Vorsitzende des Vereins.
Im Jahr 1982 kaufte die Stadt Ibbenbüren das Gebäude und es drohte zunächst der Abriss. Es blieb jedoch erhalten, wurde unter Denkmalschutz gestellt und restauriert. Verschiedene Vereine und Organisationen nutzten die Räume als Büro oder Beratungszimmer. Während der SPD-Ortsverein hier sein Domizil hatte, waren im Jahr 2002 Bundeskanzler Gerhard Schröder und 2013 die damalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Gäste des Hauses.
Im Giebel des Hauses verweist die Jahreszahl 1892 auf das Baujahr. Errichtet wurde die hübsche Stadtvilla im damals vorherrschenden Architekturstil des Historismus. In den hohen Wohnräumen finden sich prunkvolle Stuckdecken, Parkettfußböden und Bodenfliesen mit Jugendstilornamenten. Marmor-Imitationen an den Wänden treffen den Zeitgeschmack. Das Haus blieb bis 1982 im Besitz der Familie Többen. Die Stadt hatte nach dem Erwerb zunächst wegen des neuen Verlaufs der Heldermannstraße den Abriss vorgesehen, änderte jedoch die Pläne.


„In den früheren Schlafzimmern zeigen wir jetzt Exponate aus der
Wirtschaftswunderzeit der 1950er Jahre - .“ Jürgen Bucken

Auf Initiative von Heinz Steingröver gründeten engagierte Bürger im August 2007 einen Förderverein, um das Haus im Stil der Erbauungszeit einzurichten, eine Sammlung aufzubauen und der Bevölkerung regelmäßig Ausstellungen zu präsentieren. Das ursprüngliche Stadtmuseum an der Brunnenstraße war im Krieg zerstört worden, die Sammlung ging verloren. „Wir haben eine interessante Geschichte, die es lohnt, darzustellen“, stellte der Bürgermeister jedoch in einer Ratssitzung im November 2007 fest.


Nach längeren Überlegungen stimmte am 21. November 2007 auch der Stadtrat der Überlassung des Gebäudes an den Förderverein zu. Seitdem hat sich viel getan. Die Mitglieder nahmen umfangreiche und langfristig angelegte Aufgaben in Angriff.
Nach und nach wurden die Räume im Stil der Gründerzeit mit Möbeln, Öfen, Badewanne und passenden Dekorationen eingerichtet. Interessante Ausstellungen zogen viele Besucher an. Eine umfangreiche Homepage informiert unter www.stadtmuseum-ibbenbueren.de über alle Aktivitäten und historische Ereignisse in Ibbenbüren. Jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr kann das Haus an der Breiten Straße 9 durch die historische Tür zur Besichtigung betreten werden. Ein Blick ins Museumslädchen lohnt sich ebenfalls.


Quelle - IVZ vom 07.02.2022 - und IVZ aktuell vom 06.02.2022 - mehr Bilder > >> > >


 

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